Oster-Deko: „Die Osterbotschaft entdecken“, Teil 2

Hier zeige ich euch den Rest unserer diesjährigen Osterdekoration.

  • HASENFAMILIE

Mit Osterhasen kann ich persönlich wenig anfangen. Deshalb habe ich mir eine eigene Interpretation ausgedacht. Zunächst mal habe ich für jedes Familienmitglied ein weißes Ei ausgepustet. Dann habe ich mit einem schwarzen Stift Augen, Nase und Mund aufgemalt. Aus Draht habe ich die Schnurrbart-Haare gemacht und mit Heißkleber aufgeklebt. Für die Ohren habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen:

Jedes Familienmitglied hat mithilfe eines Stempelkissens Zeige- und Mittelfinger auf ein vergilbtes Blatt Papier gestempelt.

Daraus sind dann die Hasenohren geworden, die mit Heißkleber angeklebt wurden, und an denen das jeweilige Familienmitglied zu erkennen ist 😉 . Dann habe ich jedes Häschen auf einen Eierbecher gesetzt. Dazu habe ich die Eierbecher umgedreht und die Eier mithilfe von Patafix fixiert (durch die Ohren bekommen die „Häschen“ nämlich Übergewicht; deshalb müssen sie fixiert werden). Zum Schluss hat „Papa-Hase“ eine „Krawatte um den Hals bekommen“, die ich aus Schleifband gebunden habe und mit Patafix am Eierbecher fixiert habe. „Mama-Hase“ bekam ein Halstuch aus Spitze und die „Kinder-Hasen“ je nach Geschlecht eine rosa oder hellblaue Schleife.

Die Häschen habe ich unter eine ganz süße und relativ schnell zu machende Girlande gesetzt. Dazu habe ich ein entsprechend langes Stück Kordel an jedem Ende an ein Stöckchen gebunden. Dann habe ich die Stöcke in kleine Deko-Eimer in Steckmoos gesteckt, mit Steinen fixiert und mit Moos und Federn dekoriert. Um die Kordel habe ich kleine Stückchen Spitze geklebt und diese dann entsprechend zurecht geschnitten, damit eine Girlande entsteht. 

Inhaltlich habe ich mir dabei Folgendes gedacht:

(Die Bibelfesten werden sicherlich eine Interpretation der Bergpredigt in der Aufschrift entdecken 😉 )

Für diese Aufschrift habe ich ein Stück einer alten Stofftüte doppelt gelegt und zurechtgeschnitten (so dass man den Stoff quasi umklappen kann). Dann habe ich mit weißer Acrylfarbe ein Oval aufgepinselt. Sobald die Farbe trocken war, habe ich mit einem schwarzen Stift einen Rand gemalt (ähnlich einer Nähmaschinen-Naht) und den Text aufgeschrieben. Am Rand werden die beiden Stoffteile von Hand zusammengenäht und oben ein Stock durchgesteckt.

Das Ganze habe ich an einer selbstgebastelten Tafel aufgebracht. 

Dafür habe ich einen Bilderrahmen mit Tafelfolie beklebt. Mein Mann hat mir oben einen kleinen Nagel eingeschlagen, auf den ich den Wimpel aufhängen konnte.

Einfacher geht es natürlich, wenn man die Tafelfolie einfach mit weißem Kreidestift beschreibt.

Zusammen mit den Häschen sieht das Ganze so aus:

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  • OSTERWEG:

Dieses Jahr möchte ich die Osterwoche mit den Kindern bewusst angehen. Dazu habe ich einen Osterweg vorbereitet, ähnlich einem Ostergarten. Ich habe ein längliches Tablett mit Folie ausgelegt und Moos darauf verteilt. Aus Steinen habe ich einen Weg gelegt. Für den Hügel Golgatha habe ich ein Stück Steckmoos unter das Moos gesteckt. Am Ende des Weges habe ich aus größeren Steinen ein Grab gemacht. Nach Belieben kann man ein kleines Schild „Osterweg“ aus Stofftüte, Stempelbuchstaben und braunem Briefumschlag (dessen Rand ich mit Feuerzeug „abgebrannt“ habe) basteln, auf einen Schaschlik-Spieß kleben und in das Moos stecken. 

In der Osterwoche werden wir mit den Kindern
„Jesus auf seinem letzten Weg begleiten“.

1.) An Palmsonntag zieht Jesus in Jerusalem ein, die Menschen begrüßen ihn mit Palmzweigen und 
breiten ihre Kleider vor ihm aus. An den Anfang des Weges legen wir „Palmzweige“ (von einer Zimmerpflanze) und „Kleider“ (Stoffstücke oder Reste von Stoffbändern). 

2.) Judas verrät Jesus. Wir legen Euro-Münzen als Silberlinge und ein Stück alte Stofftüte als Geldbeutel auf den Weg.

3.) Jesus betet im Garten Gethsemane. Der Zweig einer Tanne und ein großer Stein deuten das an.

4.) Jesus wird verhaftet, verspottet und bekommt eine Dornenkrone. Aus biegsamen Zweigen von jungen Sträuchern lässt sich symbolische eine Dornenkrone binden, welche auf den Weg gelegt wird.

Und so sieht das Ganze bisher aus:

5.) Petrus verleugnet Jesus. In die „Dornenkrone“ werden Federn gelegt als Symbol für den Hahn.

 

6.) Jesus stirbt am Kreuz. Ein Kreuz aus zwei Zweigen gebunden wird auf den „Hügel“ gesteckt.

 

 

7.) Gott weckt Jesus von den Toten auf. Der Stein vor dem „Grab“ wird geöffnet und mit Blüten (Gänseblümchen etc.) und einem Teelicht dekoriert. Osterglöckchen stellen wir als Symbol für Sonne / Licht hinter das Grab.

 

 

 

 

 
An das Kreuz kann man die Aufschrift „risen“ aufbringen. Die „Dornenkrone“ wird zum Nest, indem man auf die Federn (siehe Verleugnung durch Petrus) Wachteleier legt und somit symbolisiert, dass der Tod Jesu (= Symbol Dornenkrone) neues Leben (= Symbol Vogelnest) hervorbringt.

 

 

Und so sieht der Osterweg dann am Ostermorgen aus.

 

  • HÖR-MEMORY:

Meine letzte Idee ist eine Spielidee für den Osternachmittag. Dafür braucht ihr zwei Eierschachteln 
und 20 gelbe Plastik-Eier aus Überraschungseiern.

Ich habe sie bereits über mehrere Monate gesammelt. Falls aber jemand diese Idee noch auf die Schnelle umsetzen möchte und tatsächlich 20 Überraschungseier kauft, kann man sie auch im Garten für die Eiersuche verstecken (und alle Kinder aus der Nachbarschaft zum Eiersuchen einladen 😉 ). Aus der vielen Schokolade könnte man vielleicht einen Guss für einen Kuchen machen, ein Schokofondue oder sie als Füllung für Crepes verwenden. Allerdings habe ich es selber noch nicht ausprobiert. Falls das jemand von euch macht, gerne unten kommentieren, ob es geklappt und geschmeckt hat 😉 . Aus den gelben Plastik-Eiern lässt sich wunderbar ein Hör-Memory basteln. Das lässt sich mit der ganzen Familie sehr gut machen. Zunächst geht man gemeinsam auf die Suche nach „Füll-Material“.

Die Idee ist die, dass immer zwei Plastikeier mit demselben Material, z.B. Reis, gefüllt werden. Dann werden die Paare auf die beiden Eierkartons aufgeteilt, also: ein Ei mit Reisfüllung kommt in die eine Schachtel, das Zweite in die andere usw.

Das Ziel ist wie beim gewöhnlichen Memory auch, möglichst viele Pärchen zu finden. Allerdings funktioniert das nicht über das Sehen, sondern über das Hören. Der Spieler, der an der Reihe ist, nimmt aus jedem Karton je ein Ei, schüttelt es nacheinander und vergleicht hörend, ob sie gleich klingen oder nicht.

Hat ein Spieler ein Paar gefunden, kann er sich das in den offenen Deckel der Eierschachtel legen.

Als Füllung eignen sich: Reis, Hülsenfrüchte, Salz oder Zucker, Haselnüsse, Steinchen, Knöpfe, Nägel, Büroklammern, Dekosteinchen, kleine Geldmünzen, Deko-Klammern etc…..

Wie ihr oben seht, habe ich jeden Eierkarton mit einem anderen masking tape beklebt und mit Stempelbuchstaben „Hörmemory“ aufgedruckt (ist nicht unbedingt notwendig). Zusätzlich habe ich jedes Plastikei mit dem entsprechenden masking Tape beklebt. Auch das ist nicht unbedingt notwendig, aber hilfreich. Denn beim Spiel kommen die Eier aus beiden Kartons ja durcheinander. Durch das masking tape lassen sie sich ganz schnell wieder in die richtige Eierschachtel einordnen – auch schon von den jüngeren Familienmitgliedern. Und das Spiel kann von vorne beginnen! 

Das Tolle daran ist, dass man wirklich eine schöne Nachmittags-Beschäftigung als Familie hat und ein Spiel als Ergebnis (und aus Sicht der Musikpädagogin: das Gehör wird geschult 😉 )!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine wunderschöne und kreative Osterzeit und grüße Euch mit der weltbesten Botschaft:

Der HERR ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

5 comments

  1. Hanna says:

    Du hast richtig viele schöne Ideen! Wir machen auch jedes Jahr einen Ostergarten, aber du hast mir noch ein paar mehr Ideen für weitere Stationen gegeben.

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