Fast… gescheitert

Letztes Jahr im Dezember habe ich viel darüber nachgedacht und gebetet, wo Gott meine Fähigkeiten einsetzen will.
Natürlich kannte ich meine Schwerpunkte: es muss etwas mit Frauenarbeit zu tun haben, Seelsorge im weitesten Sinne, von Gott hören und weitergeben…..das habe ich die letzten Jahre gemacht, aber ich fühlte mich irgendwie in Aufbruchsstimmung.

Im Gebet hörte ich dann dieses wunderbare Wort „Schwesterherz“.

Naja, nichts besonderes, denkt Ihr. Wenn Ihr eine Schwester habt, sagt Ihr sicher schon mal : „Na, Schwesterherz, wie geht’s?“

Ich war aber wie elektrisiert: ist das ein Motto, ein Dienst, eine Aufgabe?
Ich streckte meine Fühler aus, teilte meine Überlegungen mit meinen besten Freundinnen und wurde motiviert, weiterzudenken und weiterzuhören…

Zu Neujahr bekam ich von einer lieben Freundin ein paar Grüße mit guten Wünschen für 2017 geschickt und in dieser Nachricht stand der Satz: Du sollst schreiben!

Manchmal redet Gott genauso zu uns:
Wir hören oder lesen einen Satz, der allein für sich keine besondere Aussage hat, aber für Dich ist es         DER SCHLÜSSEL, DIE KRAFT, DIE ZÜNDENDE IDEE.

SCHWESTERHERZ  + SCHREIBEN = BLOG

Damit war die Idee gesät, ein Plan gefasst, eine Tür öffnete sich?

Nach der ersten Begeisterung kam die Ernüchterung.
Computer bedienen, ja das kann ich, aber einen Blog einrichten?

fast...gescheitert

Da konnte mir sicher jemand helfen.
Ich schickte eine Rundmail los an alle meine Freundinnen, wer kann mir helfen?
Die Freundinnen waren angetan von meiner Idee, aber keine verfügte über die Fähigkeiten, die ich brauchte.

Puh, erstmal war die Luft raus.
Trotzdem fragte ich mal diesen und jenen, bekam aber nur Absagen. Wochen vergingen, die Idee drohte zu verblassen. Da fand sich ein junger Mann – mit wenig Zeit – der mir helfen wollte. Er schickte mir einen Link mit einem „Wie- mache -ich- einen- Blog -Tutorial“.

Zu Besuch bei meiner Tochter versuchten wir unser Glück…..und scheiterten. Trotz des Lehrvideos kamen wir an den Punkt: hier geht es nicht weiter.

Ich war sauer! Ich hatte keine Lust mehr!

Und überhaupt….jeder schreibt heutzutage in seinem Blog, wer sollte grade meine Texte lesen, ich habe doch eigentlich gar nichts zu sagen…
So bewegten sich meine Gedanken in einer Endlosschleife, und wenn mich jemand an mein Vorhaben erinnerte, bekam er meinen ganzen Frust zu spüren.

Negative Gedanken und negatives Reden wirken sich aus, sind tödlich für die guten Pläne, die Gott für uns hat. Ist menschlich….ja….aber von Gottes Wort wissen wir:

„Gott ist nichts unmöglich.“ Luk.1/37

Das ist eine Zusage, die das Vertrauen wieder herstellen kann.

Wer von Euch ein Kind geboren hat, kann sich sicher an den Moment während der Wehen erinnern, als Ihr gedacht habt: Das kann ich nicht… das schaffe ich nicht…ich gehe jetzt einfach… soll doch jemand anderes dieses Kind bekommen…
Und? Ihr habt es gekonnt, ihr habt es geschafft…Geburtshelfer standen Euch bei, und als Ihr Euer Baby im Arm hattet, war der schwere Weg dahin vergessen.

Ich hatte auch Geburtshelfer, die liebe Freundin, die mich geknufft hat und mich an meinen Auftrag erinnert hat, Gottes Wort mit seiner Zusage und…meine ENTSCHEIDUNG.

Es kam der Moment, als ich dachte, jetzt probiere ich es noch einmal.
Ich recherchierte im Internet nach einem Blogformat, meldete mich an, suchte meine Bilder, schrieb meine Texte und machte es so gut ich konnte. Mein lieber Sohn korrigierte noch hier und da, brachte alles zum Laufen. Und schwupps… war mein Baby da.

Und ich bin so stolz, ich finde es wunderschön und bin so froh, dass ich nicht mittendrin aufgegeben habe.

Wollt Ihr es mal anschauen? https://schwester-herz.jimdo.com/

schwesterherz

4 comments

  1. Eleonore says:

    Liebe Renate, solcheSchwangerschaften kenne ich gut Und ich freue mich über Gott, der uns immer wieder Neues schenkt und kreativ werden lässt. Und dein Blog gefällt mir sehr gut! Viel Freude beim Schreiben – und beim Ernten!
    Eleonore

Kommentar verfassen